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SSA an der BHAS22

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Schulsozialarbeit an der BHAS 22

Die Schulsozialarbeit (SSA) an der Handelsschule Polgarstraße ist eine niederschwellige Anlauf‐ und Beratungsstelle für die HandelsschülerInnen sowie für deren Eltern, die Lehrer/innen und allen sonstigen an der Schule tätigen Personen.  Fallbezogen ist die SSA auch Kontakt für außerschulische Einrichtungen (z.B. Amt für Jugend und Familie).

Diese Maßnahme wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des BMB finanziert.

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Ziel ist es, bei altersspezifischen Problemlagen, Konflikten, schwierigen Klassensituationen u. a. m. Information, Beratung, Begleitung und Weitervermittlung anzubieten. Als Ergänzung zum niederschwelligen Beratungsangebot werden spezifische Maßnahmen gegen „Schulverweigerung bzw. Schulabsentismus“ umgesetzt. Darunter fallen das Durchführen von Workshops gleichermaßen wie außerschulische und aufsuchende soziale Arbeit in Kooperation mit anderen Einrichtungen der Wr. Jugendarbeit.

Dieses Projeklt ist Teil einer bundesweiten Entwicklungspartnerschaft und steuert im Speziellen Best-Practice-Projekte an einer Handelsschule bei (z.B. Kompetenzportfolio für Jugendliche) und entwickelt Qualitätsstandards nach dem PQM (Prozessorientiertes Qualitätsmanagement).

Angebote an der Schule / Außerschulischer Sozialraum

Während der Präsenzzeiten an der Schule wird seitens der Schulsozialarbeit Beratung, Information, Hilfe in krisenhaften Situationen, längerfristige Begleitung, Gruppenarbeit (Workshops), Konfliktmoderation und Unterstützung bei Präventionsmaßnahmen vor allem im Bereich „Drop-Out“ angeboten.

Da die SchülerInnen der BHAS 22 aus ganz Wien und Umland kommen, erstreckt sich die operative Tätigkeit im außerschulischen Sozialraum auf ganz Wien. Dabei gilt es, von den Jugendlichen in Erfahrung zu bringen, wo sie sich in ihrer Freizeit aufhalten (z.B. Jugendzentren, Sportvereine, die naheliegende Fun- & Sporthalle, Events, etc.). Hilfreich ist in diesem Zusammenhang auch die Nutzung bestehender Sozialraumanalysen (z.B. durch Team Fokus). Eine enge Kooperation mit der bestehenden aufsuchenden Jugendarbeit und Besuche von Einrichtungen der offenen Jugendarbeit ist ebenfalls Teil des Konzeptes, um bestmögliche Synergien herzustellen. Bei risikohaften Verhalten soll der/die SchulsozialarbeiterIn Alternativen durch freizeitpädagogische Aktivitäten aufzeigen und „Neuer Sozialraum“ soll dadurch entdeckt werden. Dazu bietet auch das KUS-Netzwerk selbst ausreichend Möglichkeiten, indem die HandelsschülerInnen der BHAS 22 alle kulturellen, sportlichen und sozialen Angebote des KUS kostenfrei nutzen können (Angebote siehe www.kusonline.at).

Elternarbeit

Zu Projektstart werden eigene Drucksorten produziert, welche direkt die Eltern ansprechen und über die Angebote der Schulsozialarbeit informieren und eine Information zur Früherkennen von Drop-out-Gefährdung beinhalten. Weiters wird die Schulsozialarbeit auf der Schulhomepage vorgestellt. Die Schulsozialarbeiterin ist bei den Elternsprechtagen anwesend und steht während ihrer Präsenzzeiten auch für Fragen der Eltern zur Verfügung.

Prävention und Intervention von Schulabsentismus

Zu Schuljahresbeginn werden alle ersten Klassen in einem Workshop über die Unterstützungsmöglichkeiten an der Schule eingehend informiert („We care for you Team“). Voraussetzung für die Identifikation Drop-out-gefährdeter SchülerInnen ist die enge Zusammenarbeit mit dem LehrerInnen-Team an der Schule, um an die Information über SchülerInnen mit vielen Fehlzeiten zu gelangen. Die LehrerInnen können dann gezielt den Kontakt zur Schulsozialarbeit herstellen, die in der Einzelberatung versuchen kann, die Ursachen des Schulabsentismus zu ergründen und zu bearbeiten. Die Freiwilligkeit der Beratung bleibt davon aber unberührt.

Zusammenarbeit mit psychosozialen Unterstützungssystemen

An der BHAS 22 existiert seit Jahren das „We care for you“-Team. In diesem Team sind Direktion, Bildungsberatung, schulärztlicher Dienst, Schulpsychologie, Jugendcoaching, Peermediation und die Schulsozialarbeit vertreten und kooperieren dadurch in sehr intensiver Form. Auch werden seitens der Schulsozialarbeit im Anlassfall Kontakte zu außerschulischen Behörden und Einrichtungen genutzt (z.B. MA 11, MA 12, MA17, FEM, Schuldnerberatung, Therapeuten, stationäre Einrichtungen, Kinder- und Jugendanwaltschaft, Wiener Wohnen, Volksanwaltschaft, AMS, Polizei, kriminalpolizeilicher Beratungsdienst etc.).

(Soziale)Inklusion / Gender‐Mainstreaming

Die Schulsozialarbeit stellt sicher, dass jeder Schüler/jede Schülerin in seiner/ihrer Individualität akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an allen Angeboten teilzuhaben und teilzunehmen. Inklusion bedeutet auch, dass sich die KlientInnen bei allen Angeboten barrierefrei bewegen können sollen und gleichen Zugang zu Information und Kommunikation haben. Für die Schulsozialarbeit ist jedes Individuum gleichwertig, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden.

Die Angebote des Projekts sind für alle Schüler/innen zugänglich, unabhängig von Geschlecht und körperlicher Befähigung, geschlechtsspezifische Aspekte der Sozialarbeit werden bei Entwicklung und Implementierung der Maßnahmen berücksichtigt. Die Angebote des Projekts stehen allen Schüler/innen, unabhängig von Alter, Ethnie, sexueller Orientierung, Religion und körperlicher Befähigung unter Berücksichtigung von Bildung, Sprache, Kultur und Elternhaus zur Verfügun

Methoden /Prinzipien

Einzelfallhilfe/Individualhilfe

Ziel der Individualhilfe ist die Unterstützung und Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten, sowohl durch die Beratung der Klient/innen als auch durch Beeinflussung der Lebenswelt der Klient/innen (soziales Umfeld und Netzwerk), um zu eigenständigen Lösungsansätzen zu gelangen.

Wesentlich ist das ressourcenorientierte Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Als Grundsatz bei der Begleitung gilt „so wenig wie möglich und so viel wie nötig“.

Soziale Gruppenarbeit

Diese Methode der Sozialarbeit bietet sich vor allem dafür an, Themen aus dem Schulalltag oder konkrete Anlassfälle mit den jeweils betroffenen Schüler/innen in Kleingruppen zu bearbeiten. Soziale Gruppenarbeit ermöglicht es, dem/der Einzelnen seine/ihre soziale Interaktion zu reflektieren und in der Gruppe soziale Kompetenzen zu erproben. Die Beziehungen zu anderen Gruppenbeteiligten, aber auch zu anderen Gruppen, sind dabei entscheidend. Das einzelne Gruppenmitglied kann durch Gruppenerlebnisse die eigenen sozialen Kompetenzen erleben und entwickeln.

Gemeinwesen/Netzwerkarbeit

Sozialarbeiter/innen sind Spezialist/innen im Wissen um soziale Netzwerke und im Umgang damit. Schulsozialarbeiter/innen vermitteln Schüler/innen je nach Problemlage an spezialisierte Einrichtungen weiter. Dies erfordert Wissen über Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien in der Region. Regelmäßige fachliche Vernetzungen mit Institutionen dienen dem fachlichen Austausch und der Qualitätssicherung. Unterstützungsmöglichkeiten und Ressourcen werden für die Schüler/innen, die Schulen erweitert.

Handlungsprinzipien der Schulsozialarbeit in der BHAS 22

Freiwilligkeit, Vertraulichkeit und Verlässlichkeit, Niederschwelligkeit, Ressourcenorientierung, Lebensweltorientierung, kritische Parteilichkeit für die Jugendlichen.

Links:

Schulhomepage business.academy.donaustadt

Schulsozialarbeit in Österreich

Diese Maßnahme wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des BMB finanziert.

Kontakt:

Kathrin Feier
Schulsozialarbeiterin
Business Academy Donaustadt
Polgarstraße 24
1220 Wien
+43 699 15252586
kathrin.feier(a)kusonline.at

Bertram Füreder
Stv. Geschäftsführer & Projektleiter
+43 1 59916-95255
bertram.fuereder(a)kusonline.at




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