Sozialpädagogische Einrichtungen von KUS-Netzwerk

 

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Kommunikationszentren

Im 1., 2., 3., 4. und 5. Zentralberufsschulgebäude (ZBG) gibt es Kommunikationszentren. Kommunikationszentern sind niederschwellige Sozial-, Informations- und Freizeiteinrichtungen an Wiener Berufsschulen. Die Niederschwelligkeit definiert sich dadurch, dass sie für Lehrlinge möglichst uneingeschränkt, ohne bürokratische Hürden und sofort erreichbar sind und den SchülerInnen die Kontaktaufnahme und die Kontaktkonstanz ohne Zuordnungen und moralische Wertungen möglichst leicht gemacht wird.

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Sie bieten den Lehrlingen einen Raum, in dem sie sich entspannen und in einem angenehmen, sozial und psychologisch förderlichen Klima miteinander und mit erwachsenen Bezugs-/Betreuungspersonen umgehen können. Der Raum ist so gestaltet, dass er den Jugendlichen eine Vielzahl von Kommunikations- und Kontakterfahrungen ermöglicht. Dabei gehen die BetreuerInnen auf die verschiedenen Bedürfnisse der Jugendlichen ein. Der Bogen reicht dabei vom Kontakt untereinander über die Aufmerksamkeit der BeraterInnen für die Anliegen der Jugendlichen und wenn gewünscht diskreter und gezielter Beratung, bis hin zur Unterhaltung, gemeinsamen Spielen und dem Zentrum als anregender Lernumwelt sowie als Entspannungs- und Rückzugsort. Die Qualität des Raumes ist durch Integration und Konfliktmanagement bestimmt. Damit ist grundsätzlich vieles
gemeint: Vermittlung zwischen InländerInnen und AusländerInnen, zwischen Burschen und Mädchen oder z.B. das Einbeziehen abseits stehender Schüler-Innen und Gruppen.

Die pädagogische Arbeit wird auf drei Ebenen umgesetzt: 1. Kommunikation / Information, 2. Beratung / soziale Arbeit, 3. Aktivierung / Aktionen. Die BetreuerInnen setzen dazu zahlreiche Instrumente ein. Sie bieten sich aktiv als GesprächspartnerInnen an und bedienen sich auch hier spielerischer Hilfsmittel wie Brett- und Kartenspiele, Tischfußball oder Billard. In allen Einrichtungen gibt es freien Internet-Zugang, es liegen Informationsmaterialien zu Themen wie Wohnungssuche, Arbeitsrecht, Freizeitgestaltung, Verhütung u.v.m. auf, die oft Anlass für vertiefende Informationsgespräche sind, oder die Jugendlichen kontaktieren die BeraterInnen direkt, um Informationen zu bestimmten Themen einzuholen. Weiters informieren die Zentren u.a. durch Plakate, Broschüren, Printmedien, Folder, etc. Informationen werden natürlich auch gezielt aufbereitet und eingesetzt, um als präventive Maßnahme an die Lehrlinge herangetragen zu werden. Dies erfolgt über den niederschwelligen Ansatz des "sichtbar und bewusst Machens" der Dinge und ihrer Erscheinungen. So werden z.B. Aktionen zum Weltaidstag, zum internationalen Frauentag oder zu anderen Anlässen gesetzt, um über die allgemeine Information schnell auf die Ich-Ebene der Beratung zu kommen. Dabei wird durch die Präsenz der BeraterInnen und der Ergebnisse besonders auf Nachhaltigkeit gesetzt. Ein Beispiel ist das Anti-Sexismus-Projekt 2009 (2. ZBG), an dem sich 200 Jugendliche aktiv betei-ligt haben und mit dem in weiterer Folge ca. 2 500 Jugendliche erreicht werden konnten.

Die Beratung in allen Einrichtungen erfolgt grundsätzlich vertraulich, kostenlos, freiwillig und auf Wunsch der KlientInnen anonym. Das Beratungsangebot kagran1orientiert sich an den zeitlichen Ressourcen der KlientInnen. Das Berater-Innen-Team hält sich zur Verfügung, es gibt keine "Sprechstunden". Dies erfordert einen umfassenden Ansatz, dabei sind Teams Voraussetzung, die idealer Weise unterschiedlichen fachlichen Background und unterschiedliche Ausbildungen mitbringen. Im niederschwelligen Raum entsteht schnell ein Vertrauensverhältnis. Nicht immer wird ein Problem klar definiert, das Angebot richtet sich daher immer nach den Bedürfnissen der Lehrlinge, den Gegebenheiten der Situation und den fachlichen Ressourcen der Beratungsperson. Die BeraterInnen setzen dabei unterschiedliche Methoden professioneller sozialer Beratung ein. Strukturierte Gespräche, aktives Zuhören, Nachfragen und ein lösungsorientierter Ansatz umreißen das Beratungskonzept. Beratungen finden in Form von klärenden Gesprächen, konkreter Einzelfallhilfe, dem Weiterleiten zu geeigneten Einrichtungen oder der Arbeit mit Gruppen statt. In den Kommunikationszentren werden regelmäßig Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt. Dabei werden vorhandenes Potential, Kreativität, Partizipation und Ideen zu sinnvoller Freizeitgestaltung gefördert. Regelmäßige Aktionen sind Feste, Bastelaktionen, Beratungstage, Aktionswochen zur Politischen Bildung, Essstörungsworkshops, Jonglierworkshops, Trommelworkshops, Sportturniere, u.v.m.

Sozialpädagogische Betreuung an Einzelschulen

An vier Berufsschulstandorten gibt es weiters eine sozialpädagogische Betreuung an Einzelschulen

 
Eine Übersicht über alle Einrichtungen des KUS finden sich rechts in der Infobox.